6. motorisiete Schützendivision (6. MSD)

Die Division entstand am 30. April 1956 aus der Infantriebereitschaft Prenzlau der
Kasernierten Volkspolizei (KVP) im Militärbezirk V und wurde bereits als motorisierte
Schützendivision aufgestellt.

 

Auflösung

Schon im Dezember 1958 wurde die Division wieder aufgelöst, wobei neben zunehmenden
ökonomischen Problemen vor allem das Fehlen von Soldaten eine Rolle spielte.
Mit dem vorhandenem Personal der 6. MSD wurden die anderen Divisionen aufgefüllt.
Die Mot.-Schützenregimenter (MSR) bildeten die Basis für die Aufstellung von
Ausbildungsregimentern (ABR). Die Formierung der ABR erfolgte in der Zeit
vom 17. bis 27. November 1958. Es entstand aus dem MSR-13 das ABR-3 in
Torgelow/Drögerheide, aus dem MSR-12 das ABR-7 in Eilenburg/Spremberg.

Die Umbenennung in RAR-5 war dem Charakter der zu erfüllenden Aufgaben geschuldet -
nämlich Reservisten auszubilden. Die Ausbildung von Reservisten war zu dieser Zeit eine
nachhaltige Forderung von Partei und Regierung. Sie bestand darin, die allseitige militärische
Qualifizierung von Hoch- und Fachschulkadern zu realisieren. Diese neue Ausbildungsform
stellte hohe Anforderungen an alle Vorgesetzten des Regiments. Der Ausbildungsprozess
musste neu organisiert werden, denn die Hoch- und Fachschulkader (hier Studenten) hatten in
ihrer Studienzeit innerhalb von vier Wochen eine militärische Grundausbildung zu absolvieren.
Im Regiment waren also zusätzliche Ausbilder erforderlich. Durch Zuversetzung geeigneter
Offiziere und Unteroffiziere sollte das vorhandene Ausbildungsdefizit ausgeglichen werden.
Hieraus resultiert auch meine Versetzung nach Prenzlau in das RAR-5 im November 1960.
Der Standort Prenzlau war für das RAR-5 aber auch nur von kurzer Dauer. Bereits im Juni
1961 musste das gesamte Regiment die Kaserne räumen. Ab diesem Zeitraum war es bis zu
seiner endgültigen Zusammenführung Ende 1963 in Zwickau auf mehrere Standorte disloziert.
So zum Beispiel in Brandeburg/Havel, in Potsdam, in Lehnin, ikn Motzen, in Brück, in Groß
Behnitz in Hennickendorf bei Luckenwalde um nur einige zu nennen. Während dieser Zeit
musste meine Einheit, die KChA, drei Mal den Standort wechseln: von Prenzlau nach Lehnin; von
Lehnin nach Brandenburg; von Brandenburg nach Hennickendorf und von
Hennickendorf nach Zwickau.