Mobilmachungsdivision und Standortkarten

 

Das Stammpersonal war in den Ausbildungszentren vorhanden.
Die Bewaffnung /Technik / Ausrüstung für die Mob. – Truppen befand sich in annähernd vollem Umfang und im einsatzbereiten Zustand
in der Langzeitkonservierung. Bestand und Zustand wurden planmäßig in festgelegten Zeitabständen kontrolliert, bei Notwendigkeit
gewälzt ( ausgetauscht, z.B. Munition). Selbst das notwendige Sicherstellungsmaterial aller Art – Dienstvorschriften, Hilfsausrüstung,
funktions- gebundenes persönliches Gerät usw. – war vorhanden. Von den etwa 5600 t Munition und Sprengstoff einer Division
befanden sich 30 % als Kampfbeladung in den Gefechtsfahrzeugen.

10. MSD – AZ – 10 >> Paul Fröhlich << ( US – IV ) Schneeberg / Erzgebirge und
Komplexlager
23,
 Aufstellung Ronneburg, M+2.
Sollbestand Krieg: 14545 Mann,
Frieden 1304,
Ist Stammpersonal 1706:

4 Startrampen Luna M, 214 T 55 ( 189 über Soll Frieden ),
124 Geschütze und Geschosswerfer ( 112 über Soll Frieden ),
13 Brückenlegepanzer.

                                                    AZ = Ausbildungszentrum                                                                                                          
( Wilfried Kopenhagen "Die Landstreitkräfte der NVA" )

 

Als dummer Westler in Ost Angelegenheiten:

Ich lese ab und an über VS-Berechtigungen in der NVA und sogenannte VS-Stellen...
Was muss ich mir denn darunter vorstellen ? Wozu war eine VS-Berechtigung gut und warum mußte diese dann in VS-Stellen ??

#2 von Karl-Heinz Müller , 29.02.2016 21:51

Hallo---Deine Frage ist doch berechtigt und deshalb eine kurze Antwort. Überall in unserer Gesellschaft gibt es bestimmte Unterlagen, die nicht für die ,,Allgemeinheit'' bestimmt sind.

 So auch besonders im milit. Bereich. In der NVA wurde entsprechend der Höhe des Geheimhaltungsgrades unterschieden: VS- Verschlußsache // VVS-Vertrauliche Verschlußsache // GVS-Geheime Verschlußsache----entsprechende

 Stempelaufdrucke !! .Die Breite der Geheimhaltungsmaßnahmen war breit gefächert-:--von techn.Dingen über Personalinfos bis Übungen/ Gefechtshandlungen---eigentlich wurde alles,,irgendwie'' in diesen Rahmen gezwängt .

Deshalb wurde festgelegt ,wer ,welche Dokumente auf der VS-Stelle--hier wurden diese Dokumente gelagert, nachgewiesen,ausgegeben, bzw. zurück genommen, bei Bedarf vernichtet und regelmässig durch eine extra dafür gebildete,

unabhängige VS-Zählkommission auf Vollzähligkeit überprüft. ( Schreckliche Tage für den VS-Stellenleiter / -personal !---Wehe, wenn ein Fehler bei der Bearbeitung, oder ein VS-Verlust festgestellt

wurde---auch bei einem leeren Blatt---es hätte ja was draufstehen können !!!) - empfangen darf . Die Palette der Nutzer war vielschichtig--vom Unteroffizier ,bei der Ausbildung an der Funk-Station R-140 --Ausbildungsunterlagen ,,ROT''

eingebunden ,bis zum Stabsoffizier, der geheime Gefechtsdokumente-/Karten---Rote Ecke / Stempel mit Geheimhaltungsgrad---bearbeiten musste. Hatte ein Nutzer mehrere Dokumente, waren diese in einem Behältnis ( Tasche/ Koffer)

gesondert in der VS-Stelle gelagert. Besonderheiten waren bei der Mitführung von geheimen Unterlagen außerhalb der Dienststelle zu beachten. Petschaften (eine Art Siegel), waren für die Petschierung u.a. der Behältnisse

Pers./ Dienststellungsgebunden vorhanden .Als allg.Überblick sollte es reichen !! Wie bekannt, hatten ja auch andere Armeen ähnliche Vorsichtsmaßnahmen:

                                                                                                                                                                          Wikipedia

                                                                                                                                                                            Petschaft

Ein Petschaft (das Petschaft, fälschlich auch die Petschaft) ist ein Stempel aus einem harten Material, der geeignet ist, ein Siegel in eine Siegelmasse (Siegellack usw.) einzudrücken. Ein solches herzustellen, oblag früher einem eigenen Beruf, dem Petschierer. Versehen mit einem Griffstück, wird ein Petschaft auch als Siegelstock bezeichnet.

Das Petschaft ist dabei von üblichen (Siegel-)Stempeln für Papier zu unterscheiden, die das Siegel auf einer gummiartigen Fläche tragen, die über ein Stempelkissen mit Farbe benetzt wird. Anschließend wird solch ein Stempel auf das Papier gedrückt und hinterlässt dort ein Abbild des Siegels.

Verwendung

Bei der Verwendung eines Petschaft gibt es kein Stempelkissen. Ein Petschaft besteht aus einem harten Material, in das ein Siegel eingraviert ist. Es wird in eine (zuvor aufgetragene) weiche Masse (Wachs, warmer Siegellack etc.) gedrückt und hinterlässt dort einen – meist erhabenen – Abdruck des Siegels. Dies kann wie eine Stempelung erfolgen, um ein Schriftstück zu siegeln und so seine Authentizität zu garantieren (letztlich über die anerkannte Stellung des Siegelnden); besonders Lacksiegel wurden und werden jedoch oft zum Verschließen verwendet, um unbefugtes Öffnen von vertraulichen Schriftstücken (Briefe, Dokumente) zu verhindern.

Petschafte finden heute vor allem in Bereichen mit starkem Geheimnisschutz, insbesondere dem militärischen Bereich, Verwendung. Häufiger als Siegelmasse ist heute die Verwendung eines Petschaft mit einem Siegeltopf: An verschließbaren Aufbewahrungsorten wie Stahlschrank oder Stahlkassette ist am Türspalt bzw. der Deckelöffnung auf der einen Seite des Öffnungsspaltes ein Metalltopf mit 3 bis 4 cm Durchmesser aufgeschweißt, in dem sich eine weiche Knetmasse befindet. Auf der anderen Seite der Öffnungsspalte ist eine Kette, Faden oder ein zweiter Metalltopf angeschweißt. Eine Kette wird nun über die Öffnung bzw. den Öffnungsspalt hinweg in die Töpfe hineingedrückt, und mit der Knetmasse abgedeckt. Anschließend wird das Petschaft in die Knetmasse gedrückt, so dass sich ein Abbild abzeichnet. Auf diese Weise kann ermittelt werden, wer zuletzt den Metallschrank bzw. die Metallkassette verschlossen (und vorher geöffnet) hatte. Ein Petschaft enthält dazu in der Regel im Siegelbild nur eine Kurzbezeichnung der Behörde und eine Registriernummer. Anhand dieser Informationen kann der Träger des Petschaft eindeutig identifiziert werden, und ob dieser zum Öffnen des versiegelten Bereiches berechtigt war.

Während ein Schlüssel für einen Schrank oder eine Kassette weitergegeben oder auch nachgefertigt werden kann, ist das Petschaft einer bestimmten Person zugeordnet und darf nicht aus der Hand gegeben werden. Oftmals ist ein modernes Petschaft nur mit einem sehr kurzen Stiel versehen, der gerade zwischen zwei Fingerkuppen passt. Oft ist der Stiel mit einem Loch versehen, um das Petschaft am Schlüsselbund zu befestigen.

  

 

Petschaft

OPL ( Org. Planung )